Orchideen gehören zu den beliebtesten Zimmerpflanzen, doch viele Besitzer kämpfen mit schlaffen Blättern, wenigen Wurzeln oder einer ausbleibenden Blüte. Im Internet kursiert ein einfacher Hausmittel-Tipp mit Reiswasser, der als sanfte Ergänzung zur Pflanzenpflege genutzt wird.
Reiswasser ist kein Wundermittel und ersetzt keinen ausgewogenen Orchideendünger, enthält jedoch geringe Mengen an Stärke und Mineralstoffen, die manche Hobbygärtner für die Pflege ihrer Pflanzen verwenden.
Reiswasser richtig herstellen
Sie benötigen:
- 2 Esslöffel ungekochten Reis,
- 500 ml Wasser.
Spülen Sie den Reis kurz ab und geben Sie ihn anschließend in das Wasser. Lassen Sie die Mischung etwa 30 Minuten ziehen und rühren Sie gelegentlich um. Danach den Reis abseihen – verwendet wird nur das Wasser.
Anwendung
- Tauchen Sie die Wurzeln der Orchidee etwa 10 bis 15 Minuten in das Reiswasser oder verwenden Sie es sparsam zum Gießen.
- Wenden Sie die Methode höchstens alle zwei bis vier Wochen an.
- Zwischen den Anwendungen sollte die Orchidee wie gewohnt mit klarem Wasser gegossen werden.
Was Orchideen wirklich zum Blühen brauchen
Neben einer vorsichtigen Nährstoffversorgung sind diese Faktoren entscheidend:
- viel helles, indirektes Licht,
- lockeres Orchideensubstrat mit guter Belüftung,
- keine Staunässe,
- eine Luftfeuchtigkeit von etwa 50–70 %,
- regelmäßiges Düngen mit einem speziellen Orchideendünger nach Herstellerangaben.
Zusätzliche Pflegetipps
- Entfernen Sie verblühte Blütenstände erst, wenn sie vollständig eingetrocknet sind.
- Kontrollieren Sie die Wurzeln regelmäßig und schneiden Sie nur abgestorbene oder faulige Teile mit einer sauberen Schere ab.
- Topfen Sie Orchideen etwa alle zwei bis drei Jahre in frisches Substrat um.
Mit ausreichend Licht, der richtigen Bewässerung und einer ausgewogenen Pflege entwickeln Orchideen kräftige Wurzeln und können viele Monate lang immer wieder neue Blüten hervorbringen.