Auf den ersten Blick sehen sie beinahe dekorativ aus: kleine, leuchtend rosa oder pinkfarbene Kügelchen, die dicht nebeneinander an Pflanzenstängeln, Steinen, Mauern oder Gegenständen in der Nähe von Wasser kleben.
Doch hinter diesen auffälligen Eigelegen kann sich eine invasive Apfelschnecke der Gattung Pomacea verbergen. Diese Schnecken können sich schnell vermehren und insbesondere Wasserpflanzen, junge Triebe und landwirtschaftliche Kulturen erheblich schädigen. (Tom’s Guide)
Woran erkennt man die Eier?
Die Eier der Apfelschnecke unterscheiden sich deutlich von den gewöhnlichen Eiern heimischer Schnecken.
Typische Merkmale sind:
- eine kräftige rosa, pinke oder orange Farbe;
- zahlreiche kleine Kügelchen in einem dichten Gelege;
- die Ablage oberhalb der Wasseroberfläche;
- Fundorte an Pflanzen, Pfählen, Steinen, Mauern oder anderen festen Flächen;
- häufige Nähe zu Teichen, Kanälen, langsam fließenden Gewässern oder sehr feuchten Gartenbereichen.
Frisch abgelegte Eier sind besonders farbintensiv. Mit der Zeit können sie blasser, grau oder weißlich werden. Je nach Art und Witterung schlüpfen die Jungtiere häufig nach ungefähr zwei Wochen.
Warum können diese Schnecken gefährlich werden?
In Regionen, in denen Apfelschnecken nicht heimisch sind, können sie sich ohne ausreichende natürliche Gegenspieler stark ausbreiten.
Die Schnecken ernähren sich unter anderem von weichen Wasserpflanzen, jungen Trieben und Kulturpflanzen. Bei einer starken Vermehrung können sie:
- Wasserpflanzen vernichten;
- das ökologische Gleichgewicht in Teichen und Gewässern stören;
- jungen Gemüsepflanzen und Setzlingen schaden;
- sich über Wasserwege und Pflanzenmaterial weiterverbreiten;
- innerhalb kurzer Zeit zahlreiche neue Gelege produzieren.
Ein einzelnes Gelege kann sehr viele Eier enthalten. Deshalb ist eine frühe Erkennung besonders wichtig.
Bitte nicht mit bloßen Händen berühren
Auch wenn die auffälligen Eier harmlos aussehen, sollten sie nicht mit ungeschützten Händen angefasst oder zerdrückt werden.
Benutze feste Handschuhe und geeignetes Werkzeug. Halte Kinder und Haustiere von der Fundstelle fern. Einige Apfelschnecken können außerdem Parasiten übertragen, weshalb ein vorsichtiger Umgang empfohlen wird.
Was solltest du nach einem Fund tun?
Fotografiere zunächst das Gelege und notiere den genauen Fundort. Melde den Fund anschließend der örtlich zuständigen Umwelt-, Naturschutz- oder Pflanzenschutzbehörde.
Entferne oder vernichte das Gelege nur entsprechend den regionalen behördlichen Empfehlungen. Die richtige Vorgehensweise kann sich je nach Land unterscheiden. Eier sollten keinesfalls in einen anderen Garten, einen Komposthaufen, einen Bach oder einen Teich gebracht werden.
Kontrolliere danach regelmäßig:
- die Unterseiten und Stängel von Pflanzen;
- Steine und Mauern am Wasser;
- Teichränder und Uferbereiche;
- Gartenmöbel, Behälter und Pfähle;
- feuchte Bereiche mit stehendem Wasser.
Nicht jedes Schneckenei muss vernichtet werden
Gewöhnliche Schnecken- und Nacktschneckeneier sehen meistens anders aus. Sie sind häufig durchsichtig, weißlich oder cremefarben und liegen in feuchter Erde, unter Steinen, Holzstücken oder Pflanzenresten. (The Spruce)
Auch viele nützliche Insekten legen Eier an Pflanzen ab. Deshalb solltest du unbekannte Gelege nicht wahllos zerstören. Besonders bei einem Fund außerhalb der bekannten Verbreitungsgebiete ist eine fachkundige Bestimmung wichtig.
So verringerst du das Risiko einer Ausbreitung
Entferne unnötige Behälter mit stehendem Wasser und kontrolliere neue Wasser- und Teichpflanzen sorgfältig. Setze niemals Aquarienschnecken, Wasserpflanzen oder Aquarieninhalte in natürliche Gewässer aus.
Überprüfe während der warmen Jahreszeit regelmäßig alle Flächen rund um Gartenteiche. Je früher ein auffälliges Gelege entdeckt wird, desto leichter lässt sich eine mögliche Ausbreitung verhindern.
Die leuchtend rosa Eier sehen ungewöhnlich aus, können jedoch ein Warnzeichen für eine invasive Schneckenart sein. Nicht mit bloßen Händen anfassen, den Fund dokumentieren und die zuständigen Behörden informieren – so schützt du deinen Garten und die umliegende Natur.