Tomaten gehören zu den beliebtesten Gemüsepflanzen im Garten. Damit sie kräftig wachsen, viele Blüten bilden und aromatische Früchte tragen, benötigen sie während der gesamten Saison ausreichend Nährstoffe. Viele Hobbygärtner setzen dabei auf natürliche Dünger, die den Boden verbessern und die Pflanzen gleichmäßig versorgen.
Hier sind neun bewährte Möglichkeiten.
1. Reifer Kompost
Gut verrotteter Kompost verbessert die Bodenstruktur und versorgt Tomaten langfristig mit wichtigen Nährstoffen.
2. Brennnesseljauche
Brennnesseln enthalten unter anderem Stickstoff und verschiedene Mineralstoffe. Ein verdünnter Aufguss kann während der Wachstumsphase als natürliche Ergänzung verwendet werden.
Verdünnung: 1 Liter Brennnesseljauche auf 10 Liter Wasser.
3. Holzasche
Asche von unbehandeltem Holz enthält Kalium und Calcium. Sie sollte nur sparsam auf feuchtem Boden verwendet werden.
4. Gut verrotteter Stallmist
Bereits vollständig verrotteter Mist verbessert den Boden und liefert über längere Zeit organische Nährstoffe. Frischer Mist sollte während der Wachstumszeit nicht direkt an Tomaten ausgebracht werden.
5. Komposttee
Ein Auszug aus reifem Kompost enthält zahlreiche Mikroorganismen und kann zur Pflege des Bodens eingesetzt werden.
6. Gemulchter Rasenschnitt
Eine dünne Schicht Rasenschnitt dient nicht nur als Mulch, sondern gibt beim Zersetzen langsam zusätzliche Nährstoffe an den Boden ab.
7. Eierschalen
Zerkleinerte Eierschalen liefern Calcium. Sie zersetzen sich jedoch langsam und ersetzen keine ausgewogene Düngung.
8. Bananenschalen
Bananenschalen enthalten unter anderem Kalium. Fein zerkleinert können sie kompostiert oder in kleinen Mengen in den Boden eingearbeitet werden.
9. Organischer Tomatendünger
Spezielle organische Dünger für Tomaten enthalten ausgewogene Mengen an Stickstoff, Phosphor und Kalium und eignen sich besonders während der Blüte und Fruchtbildung.
Die richtige Anwendung ist entscheidend
Selbst der beste Dünger hilft nur dann, wenn die Pflanzen ausreichend Wasser erhalten. Gießen Sie Tomaten möglichst regelmäßig direkt an den Wurzelbereich und vermeiden Sie Staunässe.
Eine Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt hält die Feuchtigkeit länger im Boden und schützt die Wurzeln an heißen Sommertagen.
Weniger ist oft mehr
Zu häufiges Düngen führt häufig zu kräftigem Blattwachstum, während sich weniger Blüten und Früchte bilden. Deshalb sollten Tomaten regelmäßig, aber maßvoll mit Nährstoffen versorgt werden.
Mit einer ausgewogenen Pflege, ausreichend Sonne, regelmäßiger Bewässerung und natürlichen Düngemitteln schaffen Sie beste Voraussetzungen für gesunde Pflanzen und eine reiche Tomatenernte bis weit in den Herbst hinein.