Anthurie: Mit diesem einfachen Handgriff fördern Sie eine üppige Blüte das ganze Jahr über

Die Anthurie, auch Flamingoblume genannt, gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Ihre glänzenden Blätter und auffälligen roten, rosa oder weißen Hochblätter wirken besonders dekorativ. Doch manchmal wächst die Pflanze zwar kräftig, bildet aber über viele Monate hinweg keine neuen Blüten.

Ein einfacher Pflegeschritt kann dabei helfen: Entfernen Sie regelmäßig alte Blütenstände und stellen Sie sicher, dass genügend Licht bis ins Zentrum der Pflanze gelangt. In Verbindung mit der richtigen Bewässerung und Düngung kann dieser Handgriff die Bildung neuer Blüten deutlich fördern.

Entfernen Sie verblühte Blüten richtig

Sobald ein Blütenstand seine kräftige Farbe verliert, grünlich oder braun wird und langsam vertrocknet, sollte er entfernt werden. Schneiden Sie den gesamten Blütenstiel möglichst nah an seiner Basis ab.

Verwenden Sie dafür eine saubere und scharfe Schere. Desinfizieren Sie die Klinge vor dem Schneiden, damit keine Krankheitserreger in das Pflanzengewebe gelangen.

Durch das Entfernen alter Blüten muss die Anthurie keine Energie mehr für deren Erhaltung aufwenden. Stattdessen kann sie ihre Kräfte in neue Blätter, Wurzeln und Blütenknospen investieren.

Drehen Sie den Blumentopf regelmäßig

Eine weitere einfache Maßnahme besteht darin, den Topf etwa einmal pro Woche ein kleines Stück zu drehen. Anthurien wachsen zum Licht und können sich deshalb einseitig entwickeln.

Durch regelmäßiges Drehen erhalten alle Pflanzenteile gleichmäßiger Licht. Die Pflanze wächst kompakter, und auch die Blüten können sich besser verteilen.

Drehen Sie den Topf jedoch nicht täglich und stellen Sie die Anthurie nicht ständig an einen anderen Platz. Häufige und starke Veränderungen können die Pflanze stressen.

Der richtige Standort ist entscheidend

Anthurien benötigen viel helles, aber indirektes Licht. An einem zu dunklen Standort bilden sie hauptsächlich Blätter und nur wenige oder gar keine Blüten.

Direkte Mittagssonne ist ebenfalls ungeeignet. Sie kann braune Flecken und Verbrennungen auf den Blättern verursachen.

Ideal ist ein Platz in der Nähe eines Ost- oder Westfensters. An einem Südfenster sollte die Pflanze durch einen leichten Vorhang vor intensiver Sonne geschützt werden.

Im Winter kann bei sehr dunklen Räumen eine Pflanzenlampe hilfreich sein.

So gießen Sie die Anthurie richtig

Die Erde sollte leicht feucht bleiben, aber niemals dauerhaft nass sein. Gießen Sie erst, wenn die obersten zwei bis drei Zentimeter des Substrats angetrocknet sind.

Überschüssiges Wasser muss aus dem Topf ablaufen können. Lassen Sie kein Wasser längere Zeit im Übertopf stehen, da sonst die Wurzeln faulen können.

Anthurien reagieren außerdem empfindlich auf sehr hartes oder kaltes Leitungswasser. Verwenden Sie nach Möglichkeit weiches, abgestandenes Wasser mit Zimmertemperatur.

Eine höhere Luftfeuchtigkeit fördert gesundes Wachstum

Die Flamingoblume stammt aus tropischen Regionen und bevorzugt eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Bei zu trockener Raumluft können die Blattspitzen braun werden, und die Entwicklung neuer Blüten kann sich verlangsamen.

Stellen Sie einen Luftbefeuchter in die Nähe der Pflanze oder platzieren Sie den Topf auf einer Schale mit feuchten Kieselsteinen. Der Topfboden sollte dabei nicht direkt im Wasser stehen.

Die Blätter können gelegentlich mit einem weichen, feuchten Tuch gereinigt werden. Dadurch wird Staub entfernt und die Pflanze kann das Licht besser nutzen.

Welcher Dünger unterstützt die Blütenbildung?

Während der Wachstumszeit von Frühling bis Herbst können Sie die Anthurie etwa alle zwei bis vier Wochen mit einem flüssigen Dünger für blühende Zimmerpflanzen versorgen.

Verwenden Sie vorzugsweise nur die Hälfte der auf der Verpackung empfohlenen Konzentration. Eine zu starke Düngung führt nicht automatisch zu mehr Blüten und kann die empfindlichen Wurzeln schädigen.

Im Winter wird nur selten oder gar nicht gedüngt, sofern die Pflanze deutlich langsamer wächst. Steht sie warm und hell und bildet weiterhin neue Blätter, kann eine sehr schwache Düngung in größeren Abständen sinnvoll sein.

Das passende Substrat verwenden

Anthurien brauchen eine lockere und luftige Erde. In schwerem, verdichtetem Substrat erhalten die Wurzeln zu wenig Sauerstoff, und Wasser staut sich leichter.

Geeignet ist beispielsweise eine Mischung aus Zimmerpflanzenerde, Pinienrinde, Perlite und etwas Kokosfaser. Der Topf muss unbedingt Abzugslöcher besitzen.

Topfen Sie die Pflanze um, wenn die Wurzeln den Topf vollständig ausfüllen oder das Substrat stark verdichtet ist. Ein zu großer Topf ist jedoch nicht empfehlenswert, da darin die Erde lange feucht bleibt.

Warum blüht die Anthurie trotzdem nicht?

Bleibt die Blüte aus, sind häufig folgende Ursachen verantwortlich:

  • zu wenig Licht;
  • dauerhaft nasse oder vollständig ausgetrocknete Erde;
  • ein zu großer Blumentopf;
  • übermäßige Stickstoffdüngung;
  • niedrige Raumtemperaturen;
  • trockene Luft;
  • geschädigte oder faulende Wurzeln;
  • Schädlingsbefall.

Kontrollieren Sie besonders die Blattunterseiten auf Spinnmilben, Thripse und andere Schädlinge.

Kann die Anthurie wirklich das ganze Jahr blühen?

Unter guten Bedingungen kann eine gesunde Anthurie über einen langen Zeitraum immer wieder neue Blütenstände bilden. Eine ununterbrochene Blüte lässt sich jedoch nicht garantieren, denn auch Zimmerpflanzen benötigen gelegentlich Ruhephasen.

Das regelmäßige Abschneiden verwelkter Blüten, ausreichend indirektes Licht, eine gleichmäßige Wasserversorgung und maßvolle Düngung schaffen die besten Voraussetzungen für eine häufige und lang anhaltende Blüte.

🌺 Mit diesem einfachen Pflegeschritt und dem richtigen Standort kann Ihre Anthurie gesund wachsen und Sie viele Monate lang immer wieder mit neuen Blüten erfreuen.

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