Lorbeerblätter werden normalerweise zum Würzen von Suppen, Soßen und Fleischgerichten verwendet. Manche Hobbygärtner legen sie jedoch auch auf die Erde rund um ihre Pflanzen oder bereiten daraus einen Aufguss zu.
Der Grund: Lorbeer enthält intensiv riechende ätherische Öle. Ihr Aroma kann bestimmte Insekten vorübergehend irritieren und unerwünschte Gerüche überdecken. Drei trockene Lorbeerblätter im Beet sind allerdings kein Wundermittel und ersetzen bei starkem Schädlingsbefall keine gezielte Behandlung.
Warum werden Lorbeerblätter im Garten verwendet?
Lorbeerblätter enthalten aromatische Pflanzenstoffe, die für ihren charakteristischen Duft verantwortlich sind. Viele Gärtner hoffen, damit Ameisen, Blattläuse und andere kleine Schädlinge von empfindlichen Pflanzen fernzuhalten.
Die Wirkung ist in der Praxis meist begrenzt. Ganze Blätter geben nur langsam Duftstoffe ab und verlieren ihr Aroma im Freien relativ schnell. Regen, Sonne und Wind schwächen den Geruch zusätzlich.
Deshalb eignet sich Lorbeer eher als ergänzende Maßnahme und nicht als alleiniger Pflanzenschutz.
So wenden Sie die Lorbeerblätter an
Nehmen Sie drei trockene Lorbeerblätter und zerbrechen Sie diese leicht mit den Fingern. Dadurch werden die aromatischen Stoffe besser freigesetzt.
Legen Sie die Blätter auf die Erde rund um die Pflanze, aber nicht direkt an den Stängel. Halten Sie einige Zentimeter Abstand, damit sich dort keine Feuchtigkeit staut.
Sie können die Blätter auch leicht in die oberste Erdschicht einarbeiten. Verwenden Sie dabei nur kleine Mengen und kontrollieren Sie regelmäßig, ob sie schimmeln.
Sobald die Blätter ihren Duft verloren haben oder feucht und weich geworden sind, sollten sie entfernt und ersetzt werden.
Lorbeeraufguss für Pflanzen
Statt ganze Blätter auszulegen, können Sie einen milden Lorbeeraufguss zubereiten.
Sie benötigen:
- 3 bis 5 Lorbeerblätter;
- 1 Liter heißes Wasser;
- ein verschließbares Gefäß;
- eine Sprühflasche.
Übergießen Sie die Blätter mit heißem Wasser und lassen Sie den Aufguss mehrere Stunden vollständig abkühlen. Danach sieben Sie die Flüssigkeit ab und füllen sie in eine Sprühflasche.
Besprühen Sie zunächst nur ein einzelnes Blatt der Pflanze und warten Sie einen Tag. Zeigen sich keine Flecken oder Verbrennungen, können Sie die übrigen Blätter leicht behandeln.
Sprühen Sie vorzugsweise am Abend oder an einem bewölkten Tag. Bei direkter Sonne sollte der Aufguss nicht angewendet werden.
Hilft Lorbeer gegen Blattläuse?
Bei einem leichten Befall kann der intensive Duft die Pflanzenpflege ergänzen. Blattläuse lassen sich jedoch zuverlässiger entfernen, indem man sie zunächst mit einem kräftigen Wasserstrahl abspült.
Bei Bedarf kann anschließend ein geeignetes Kaliseifenpräparat oder ein zugelassenes Pflanzenschutzmittel nach Herstellerangaben verwendet werden.
Kontrollieren Sie besonders die Blattunterseiten und jungen Triebe. Dort sitzen Blattläuse besonders häufig.
Kann Lorbeer Ameisen vertreiben?
Lorbeer wird traditionell als Duftbarriere gegen Ameisen eingesetzt. Einige Tiere können stark riechende Stellen zunächst meiden. Die Wirkung hält jedoch meist nur kurze Zeit an.
Wenn sich Ameisen dauerhaft im Beet oder in einem Pflanzgefäß angesiedelt haben, sollte nach der Ursache gesucht werden. Häufig werden sie von Blattläusen angezogen, deren zuckerhaltige Ausscheidungen ihnen als Nahrung dienen.
In diesem Fall ist es sinnvoller, den Blattlausbefall zu behandeln, statt nur die Laufwege der Ameisen zu überdecken.
Lorbeerblätter nicht als Dünger betrachten
Drei Lorbeerblätter liefern einer Pflanze keine nennenswerte Menge an Nährstoffen. Sie ersetzen weder Kompost noch einen ausgewogenen Dünger.
Ganze Blätter zersetzen sich nur langsam. In größeren Mengen können sie auf feuchter Erde eine dichte Schicht bilden, unter der sich Schimmel entwickeln kann.
Wer Lorbeerreste kompostieren möchte, sollte sie zerkleinern und mit anderen Gartenabfällen vermischen.
Für welche Pflanzen ist die Methode geeignet?
Lorbeerblätter können versuchsweise bei vielen Garten- und Balkonpflanzen eingesetzt werden, beispielsweise bei:
- Tomaten;
- Paprika;
- Gurken;
- Kohl;
- Rosen;
- Kräutern;
- Kübelpflanzen.
Bei jungen, geschwächten oder besonders empfindlichen Pflanzen sollten Sie vorsichtig sein. Testen Sie einen Aufguss immer zuerst an einer kleinen Stelle.
Was bei starkem Schädlingsbefall zu tun ist
Wenn viele Blätter eingerollt, klebrig, verfärbt oder angefressen sind, reicht das Auslegen von Lorbeerblättern nicht aus.
Bestimmen Sie zunächst den Schädling. Entfernen Sie stark beschädigte Pflanzenteile und wählen Sie anschließend eine geeignete Behandlung. Dabei sollten immer die Anwendungshinweise des verwendeten Präparats beachtet werden.
Kontrollieren Sie die Pflanzen danach regelmäßig, denn viele Schädlinge vermehren sich bei warmem Wetter besonders schnell.
🌿 Drei Lorbeerblätter können als einfacher, aromatischer Gartenversuch dienen. Sie sind jedoch vor allem eine ergänzende Maßnahme. Gesunde Pflanzen, regelmäßige Kontrollen und eine gezielte Schädlingsbekämpfung bleiben der zuverlässigste Schutz.