Du wirst nie erraten, was dieses geheimnisvolle Objekt ist – bis du es selbst ausprobiert hast

Auf den ersten Blick sieht dieses massive Holzobjekt wie eine alte Truhe, eine Werkbank oder ein ungewöhnlicher Aufbewahrungskasten aus. Tatsächlich handelt es sich jedoch um ein klassisches Turngerät, das früher in fast jeder Schulsporthalle zu finden war.

Das Gerät wird meist Sprungkasten, Turnkasten oder Kastenteil genannt. Es besteht aus mehreren übereinandergestapelten Holzelementen und besitzt oben eine gepolsterte, mit Leder oder Kunstleder bezogene Fläche.

Wofür wurde der Sprungkasten verwendet?

Der Turnkasten wurde vor allem beim Schul- und Vereinssport eingesetzt. Je nach Höhe und Aufbau diente er für unterschiedliche Übungen:

  • Sprünge über das Gerät;
  • Auf- und Abstützübungen;
  • Gleichgewichtsübungen;
  • Rollen und Überschläge;
  • Kraft- und Koordinationstraining;
  • Hindernisparcours;
  • Stützsprünge mit einem Sprungbrett.

Viele erinnern sich wahrscheinlich noch daran, wie sie im Sportunterricht mit Anlauf auf ein Sprungbrett liefen und anschließend über den Kasten springen mussten.

Warum besteht das Gerät aus mehreren Teilen?

Der große Vorteil des Sprungkastens ist seine verstellbare Höhe. Die einzelnen Holzelemente können voneinander getrennt und je nach Übung neu zusammengesetzt werden.

Für jüngere Kinder oder Anfänger wurde häufig nur ein niedriger Teil verwendet. Fortgeschrittene trainierten mit mehreren übereinandergestapelten Elementen.

Die Grifföffnungen an den Seiten dienten dazu, die schweren Kastenteile sicher zu tragen und aufeinanderzusetzen.

Was bedeuten die Zahlen auf dem Holz?

Die aufgemalten Zahlen dienten meist der Inventarisierung. Schulen, Sportvereine oder Turnhallen kennzeichneten ihre Geräte, damit sie eindeutig zugeordnet und kontrolliert werden konnten.

Teilweise wurden damit auch einzelne Kastenteile markiert, damit die zusammengehörigen Elemente nicht vertauscht wurden.

Warum ist die Oberseite gepolstert?

Die gepolsterte Oberfläche sollte Hände, Knie und andere Körperbereiche beim Aufstützen oder Landen schützen.

Unter dem Bezug befand sich üblicherweise eine feste Polsterung. Sie war weich genug, um den Aufprall abzufedern, aber stabil genug, damit die Sportler beim Absprung oder Stützen nicht einsanken.

Bei alten Geräten kann das Leder im Laufe der Jahre hart, rissig oder abgenutzt werden. Vor einer erneuten sportlichen Verwendung sollte der Zustand deshalb genau kontrolliert werden.

Unterschied zwischen Sprungkasten und Turnpferd

Ein Turnpferd besitzt normalerweise einen länglichen, abgerundeten Körper und steht auf Beinen. Einige Modelle haben zusätzlich Griffe auf der Oberseite.

Der Sprungkasten besteht dagegen aus rechteckigen, stapelbaren Holzelementen. Seine Höhe lässt sich leichter verändern, weshalb er im Schulsport besonders vielseitig war.

Daneben gibt es den sogenannten Sprungtisch, der im modernen Gerätturnen viele ältere Sprunggeräte ersetzt hat.

Warum waren diese Geräte so schwer?

Die Kästen mussten stabil genug sein, um das Gewicht und die Aufprallkraft eines springenden Menschen auszuhalten. Deshalb wurden sie aus massivem Holz gefertigt und mit Metallverbindungen verstärkt.

Das hohe Gewicht verhinderte außerdem, dass das Gerät beim Absprung oder Aufstützen verrutschte.

Trotzdem wurden häufig Matten rund um den Kasten ausgelegt, um bei einem Sturz das Verletzungsrisiko zu reduzieren.

Wird der Turnkasten heute noch verwendet?

Ja, moderne Varianten werden weiterhin in Schulen, Turnvereinen, Fitnessstudios und Bewegungsräumen eingesetzt. Viele neuere Modelle sind jedoch leichter, besitzen rutschfeste Unterseiten und weichere Kanten.

Klassische Holzkästen findet man heute oft:

  • in älteren Turnhallen;
  • in Vereinen;
  • auf Flohmärkten;
  • in Schulen;
  • als umgebaute Sitzbank oder Möbelstück.

Alte Turnkästen werden inzwischen sogar als dekorative Truhen, Couchtische, Schuhbänke oder Aufbewahrungsmöbel genutzt.

Darf ein alter Sprungkasten noch benutzt werden?

Vor einer sportlichen Nutzung müssen mehrere Punkte überprüft werden:

  • Sind die Holzflächen frei von Rissen und Splittern?
  • Sind alle Schrauben und Metallteile fest?
  • Ist die Polsterung noch stabil?
  • Ist der Bezug unbeschädigt?
  • Stehen alle Elemente sicher und ohne zu wackeln?
  • Gibt es scharfe Kanten oder hervorstehende Nägel?

Ein beschädigtes oder sehr altes Gerät sollte nicht ohne fachkundige Prüfung für Sprünge verwendet werden.

Ein Gegenstand voller Erinnerungen

Für viele Menschen weckt dieses Gerät sofort Erinnerungen an den Sportunterricht: Anlauf nehmen, auf das Sprungbrett treten, die Hände aufsetzen und möglichst sicher auf der anderen Seite landen.

Manche liebten diese Übungen, andere standen mit großem Respekt vor dem hohen Holzkasten. Genau deshalb wirkt das Objekt bis heute gleichzeitig vertraut und rätselhaft.

🔍 Die Lösung: Es handelt sich um einen höhenverstellbaren Sprung- oder Turnkasten aus einer Sporthalle.

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